Zdebel: Treffen der NATO-Kriegsminister in Münster ist Teil der Eskalation

21. Juni 2015  Allgemein, NRW

Zum angekündigten Besuch der NATO-Kriegsminister aus den USA, Deutschland, Niederlanden und Norwegen bei der NATO-Speerspitze-Ost des Deutsch-Niederländischen Korps in Münster, kritisiert Hubertus Zdebel, Münsteraner Bundestagsabgeordnete der LINKEN die Politik des Militärbündnisses:

„Die vier NATO-Kriegsminister wollen sich in der angeblichen Friedensstadt Münster über das in Polen geprobte Mobilmachen gegenüber Russland Bericht erstatten lassen. Das erinnert mich an das Säbelrasseln aus den Zeiten des Kalten Krieges. Sicherheit in Europa kann es nur durch Verständigung mit Russland geben. Militärische Muskelspiele führen aber in die entgegengesetzte Richtung. Mit der jetzigen Entscheidung, neue Einheiten aufzubauen und aufzurüsten, setzt die NATO ihre Eskalationsstrategie gegenüber Russland fort. Ich würde es begrüßen, wenn die Münsteraner dies nicht hinnehmen, wenn jetzt von Münster aus weitere Schritte zur militärische Eskalation gegangen werden. Das kriegerische NATO-Bündnis trägt damit nicht zu mehr Sicherheit bei, sondern facht den Konflikt weiter an.“

Das NATO-Manöver ist Teil einer koordinierten Konfrontationspolitik gegen Russland. Rund 5.000 Soldaten, darunter 350 Bundeswehrsoldaten, trainieren als schnelle Eingreiftruppe einen Militäreinsatz gegen Russland. „Die NATO wirft mit der geplanten Stationierung von Panzerkampfverbänden in den baltischen Staaten und Polen alle Vereinbarungen der NATO-Russland-Akte über Bord. Die Konfrontation und das Wettrüsten müssen beendet und ein Dialog mit Russland eingeleitet werden“, fordert Zdebel abschließend.


Ausdruck vom: 26.09.2020, 21:51:22 Uhr
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