Zdebel fordert Nachrüstung aller Ölkavernen in Deutschland

28. September 2016  Pressemitteilungen, Umweltpolitik

In diesen Tagen wird im Gronauer Amtsvenn (NRW) mit der Sicherheitsnachrüstung der dortigen Ölkavernen begonnen. Die Ölkavernen in Epe werden jeweils mit Doppelrohren nachgerüstet. Damit möchte der Betreiber das Risiko für weitere Ölkatastrophen minimieren, nachdem es im April 2014 zu einem massiven Ölaustritt kam.
Der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) ist Mitglied im Umweltausschuss und begrüßt diesen Schritt. Zugleich müssten jedoch auch alle anderen Ölkavernen in Deutschland nachgerüstet werden.

Zdebel erklärt: „Die hundert Meter langen unterirdischen Rohrstrecken stellen – wie beim Fracking – ein Sicherheitsrisiko dar. Dass nun die Bezirksregierung Arnsberg die Betriebsgenehmigung an eine Doppelverrohrung koppelt, fordern wir schon seit langem und ist zu begrüßen. Es ist aber auch ein Eingeständnis, dass das bisherige Ölkavernenspeichersystem nicht sicher war. Wenn nun also im Münsterland aus Sicherheitsgründen nachgerüstet wird, stellt sich die Frage, wieso dies nicht in den anderen Regionen Deutschlands geschieht. Die Länder sind jetzt gefordert, entsprechende Schritte einzuleiten. Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel sind gefragt, mit den Ländern eine verbindliche Lösung zu finden.

Generell müssen auch die Gaskavernenspeicher einem Stresstest unterzogen werden. Auch hier warnen Umweltschützer schon lange vor den Sicherheitsrisiken. Der Betrieb der 244 Öl- und Gaskavernenspeicher in Deutschland werden von den Bergbaubehörden nur unzureichend überwacht. Neben den kurzfristigen Sicherheitsmaßnahmen muss es hier im Allgemeinen deutlich mehr Controlling seitens der Bergbaubehörden geben.“

 


Ausdruck vom: 26.09.2020, 03:17:18 Uhr
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