Zdebel begrüßt Abkehr vom Dreizehner-Denkmal

22. April 2016  NRW, Pressemitteilungen

Der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) begrüßt die jüngsten Pläne der Stadtverwaltung, den Volkstrauertag in diesem Jahr nicht mehr am „Dreizehner-Denkmal“ zu begehen. Zdebel hatte der Bundesregierung Fragen zu diesem Fall vorgelegt und nur ausweichende Antworten erhalten.
Zdebel kritisiert jedoch, dass die Bundeswehr weiterhin in das Konzept des Volkstrauertages integriert ist und fordert stattdessen ein zivilgesellschaftliches Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Zdebel erklärt:

„Die Stadt hat die Kritik aus der Zivilgesellschaft an der Ortswahl des Volkstrauertages über Jahre ignoriert.
Dennoch ist es begrüßenswert, dass nun endlich ein Umdenken stattfindet, und ich bin froh, dass der Spuk am ‚Dreizehner-Denkmal‘ bald vorbei ist. Zu verdanken ist dies in erster Linie den vielen engagierten FriedensaktivistInnen in dieser Stadt.

Zugleich bleibt zu kritisieren, dass die Bundeswehr weiterhin in das Konzept des Volkstrauertages integriert ist. Die Bundeswehr führt Kriege in Ländern wie Syrien oder Afghanistan, um geostrategische und wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Gleichzeitig versucht sie sich im Inland als eine Art Friedensorganisation darzustellen und nutzt auch Gelegenheiten wie den Volkstrauertag zur Imagepflege. Was wir brauchen ist ein zivilgesellschaftliches Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft – und kein Militärisches.“


Ausdruck vom: 24.09.2020, 08:53:29 Uhr
Beitrags-URL: https://www.hubertus-zdebel.de/zdebel-begruesst-abkehr-vom-dreizehner-denkmal/
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