Schießbefehl auf Flüchtlinge: „Die AFD ist menschenfeindlich“

02. Februar 2016  NRW, Pressemitteilungen

Der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) übt scharfe Kritik
an den Forderungen der AFD-Bundessprecherin Petry und ihrer Stellvertreterin von Storch, an den Grenzen notfalls auf Flüchtlinge schießen zu lassen. Dass die AFD Münster die Äußerungen von Petry in Schutz nimmt, ist für Zdebel ein weiterer Grund, in Münster gegen die AFD nicht nachzulassen.

Zdebel erklärt:

„Immer deutlicher zeigt sich das wahre Gesicht der AFD. Die aktuelle Forderung nach Schießbefehlen auf Flüchtlinge zeigt, dass wir es bei der AFD mit einer menschenfeindlichen Partei zu tun haben. Statt über Schießbefehle und höhere Grenzzäune zu reden, ist es notwendig, endlich die Fluchtursachen zu bekämpfen. DIE LINKE setzt sich daher seit Jahren für ein Verbot von Waffenexporten und die Beendigung aller Kriege ein. Die AFD macht hingegen die Flüchtenden für das Elend der Welt verantwortlich. Sie lenkt damit von den sozialen Problemen in Deutschland
ab und ist mitverantwortlich für den dramatischen Anstieg von Anschlägen auf Flüchtlingsunterbringungen in Deutschland.

Ich bin – nicht erst nach diesen aktuellen Äußerungen – froh, dass ein breiter Protest verhindert hatte, dass Frauke Petry in Münster auftreten konnte. Dass das Münsteraner AFD-Ratsmitglied Schiller die Äußerungen von Petry rechtfertigt, zeigt nur, dass es auch in Münster weiterhin notwendig ist, gegen die AFD Proteste und Aufklärung zu organisieren. Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“


Ausdruck vom: 23.09.2020, 09:35:29 Uhr
Beitrags-URL: https://www.hubertus-zdebel.de/schiessbefehl-auf-fluechtlinge-die-afd-ist-menschenfeindlich/
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