Riss-AKWs Tihange und Doel: „Ein gewisses Risiko“ – Abschalten sofort fordert Zdebel!

16. Mai 2016  Atomenergie, NRW

„Es ist genug. Die belgischen Atommeiler in Tihange und Doel müssen jetzt endlich vom Netz, wenn selbst die belgische Atomaufsicht nach Medienmeldungen „ein gewisses Risiko“ nicht mehr ausschließen kann. Die Meldungen, dass das französischen Unternehmen Creusot Forge in der Vergangenheit wiederholt Großbauteile aus Stahl für Atommeiler geliefert hat, die womöglich gegen Sicherheitsbestimmungen verstoßen, muss dazu führen, dass alle Reaktoren, die beliefert wurden, einstweilen abgeschaltet werden müssen.“

Mit diesen Worten reagiert der aus NRW stammende Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel, Sprecher für den Atomausstieg der Fraktion DIE LINKE, auf einen WDR-Bericht. Demnach „hat der Kraftwerksbetreiber Electrabel auf WDR-Nachfrage am Sonntag (15.05.2016) bestätigt“, dass Creusot Forge an die belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel „in der Vergangenheit wiederholt Großbauteile aus Stahl geliefert (hat), die womöglich gegen Sicherheitsbestimmungen verstoßen. Creusot Forge steht im Verdacht, jahrelang Materialunterlagen manipuliert zu haben.“

Weiter berichtet der WDR: „Der Mutterkonzern Areva, Electrabel und die belgische Atomaufsicht untersuchen, ob die eingebauten Komponenten Mängel aufweisen. Eine Sprecherin der belgischen Atomaufsicht, Nele Scheerlink, wurde in Medien zitiert, es bestehe ein gewisses Risiko, aber man habe bisher nicht genügend Informationen.“


Ausdruck vom: 30.11.2020, 02:03:21 Uhr
Beitrags-URL: https://www.hubertus-zdebel.de/riss-akws-tihange-und-doel-ein-gewisses-risiko-abschalten-sofort-fordert-zdebel/
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