PM: Zdebel kritisiert Hick-Hack bei der Deutschen Bahn

11. Mai 2016  Allgemein, NRW, Pressemitteilungen

Der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) begrüßt die  Entscheidung der Deutschen Bahn, entgegen erster Verbotsbeschlüsse, die Werbung für die geplante Ausstellung „Homosexualität_en“ nun zuzulassen. Die Deutsche Bahn hatte Plakatwerbung des kanadischen Künstlers Heather Cassils in ihren Bahnhöfen mit der Begründung abgelehnt, sie sei „sexuell, sexualisiert und sexistisch“. Das entsprechende Plakat zeigt eine Person mit  nackten maskulinen Oberkörper und einen mit Lippenstift geschminkten Mund. Nach Protesten von Schwulen-und Lesben-AktivistInnen in den sozialen Netzwerken lenkte die Deutsch Bahn nun ein.

Hubertus Zdebel erklärt: „Ich kann nicht nachvollziehen, warum ein solches Plakat von der Deutschen Bahn zunächst abgelehnt wurde. Die Bahn lag in ihrer ersten Begründung, diese Plakate in ihren Bahnhöfen zu verbieten, völlig daneben.
Jedem Betrachter und jeder Betrachterin wurde klar, dass es sich hierbei um eine spielerische Durchbrechung von traditionellen Geschlechternormen handelt.
Dies ist das Gegenteil von Sexismus, denn Sexismus lebt von traditionellen Geschlechterrollen und von der ökonomischen Vermarktung von zumeist weiblichen Körpern.

Das Verhalten der Bahn hinterlässt ein Geschmäckle. Statt sich im Börsenwahn immer neue neoliberale Berater in die Konzernzentrale zu holen, wäre es angebracht, wenn sich die Bahn in Zukunft bei den Betroffenen selbst beraten lässt. Dann wäre dieses PR-Desaster vermeidbar gewesen. Denn offensichtlich verstehen die jetzigen Bahn-Verantwortlichen von gesellschaftspolitischen Fragen momentan nur Bahnhof.“


Ausdruck vom: 26.11.2020, 04:00:23 Uhr
Beitrags-URL: https://www.hubertus-zdebel.de/pm-zdebel-kritisiert-hick-hack-bei-der-deutschen-bahn/
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