AfD greift erneut Holocaust-Gedenken an

31. Januar 2017  NRW, Pressemitteilungen

Nach den Holocaust-relativierenden Aussagen des Thüringer AFD-Funktionärs Björn Höcke will  die AfD im Stuttgarter Landtag die Zuschüsse für Gedenkfahrten zur NS-Gedenkstätte ins französische Gurs streichen. Dort hielt das französische Vichy-Regime, das mit Hitler kollaborierte, während des Zweiten Weltkrieges rund 17.000 Jüdinnen und Juden fest, von denen tausende später nach Ausschwitz deportiert wurden. Aus Sicht des Münsteraner Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel (DIE LINKE) steckt hinter den Holocaust-relativierenden, die Verbrechen von Hitler-Deutschland verharmlosenden Äußerungen und Anträgen der AfD System. Die Münsteranerinnen und Münsteraner sind aufgerufen, wachsam zu sein – und insbesondere den Auftritt der Bundesprominenz der AfD am 10. Februar in Münster nicht unwidersprochen hinzunehmen. Zdebel erklärt:

„Erst Höcke, jetzt die AfD-Fraktion Baden-Württemberg. Ich glaube nicht mehr an Zufälle. Die AfD greift immer häufiger auf NPD-Jargon zurück und empfindet das wichtige Gedenken an den Holocaust ganz offensichtlich als überflüssig. Interessant dabei ist, dass diese Töne nicht mehr nur vom neofaschistischen Flügel um Björn Höcke zu vernehmen sind. Der AfD-Antrag wurde auch im Namen von Jörg Meuthen eingereicht, der gemeinsam mit Frauke Petry die AfD führt. In Hinblick auf den anstehenden Besuch von Frauke Petry am 10. Februar in Münster brauchen wir eine ernsthafte Debatte in der Stadt über den Charakter der AfD. Sie ist längst keine ’normale‘ rechtskonservative Partei mehr, sondern auf dem besten Weg, in die Fußstapfen der NPD zu treten.

Umso wichtiger sind die Gegenproteste am 10. Februar.“


Ausdruck vom: 29.11.2020, 04:51:22 Uhr
Beitrags-URL: https://www.hubertus-zdebel.de/pm-afd-greift-erneut-holocaust-gedenken-an/
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