NATO-Speerspitze Ost in Münster: Münsterländer LINKE-Abgeordnete besorgt

04. Dezember 2014  Pressemitteilungen

Zur Stationierung der sogenannten „schnellen NATO-Eingreiftruppe“ in Münster warnen die beiden Münsterländer Bundestagsabgeordneten der LINKEN, Kathrin Vogler und Hubertus Zdebel,vor den Risiken einer solchen Stationierung. Die NATO-Eingreiftruppe soll nach den Planungendes Militärbündnisses im Ernstfall innerhalb von wenigen Tagen an den Grenzen der Allianz einsatzbereit sein. Vogler und Zdebel kritisieren diese Planungen als Teil einer Eskalationsstrategie gegenüber Russland.

Vogler und Zdebel erklären:

„Diese NATO-Eingreiftruppe soll im Ernstfall als sogenannte `Speerspitze Ost` in möglichen militärischen Auseinandersetzungen mit Russland fungieren. Ein solches Spiel mit dem Feuer lehnen wir ab. Sicherheit in Europa kann es nur durch Verständigung mit Russland geben, auch wenn diese im Augenblick schwer zu erreichen scheint. Militärische Muskelspiele führen aber in die entgegengesetzte Richtung. Mit der jetzigen Entscheidung, neue Einheiten aufzubauen und aufzurüsten, setzt die NATO ihre Eskalationsstrategie gegenüber Russland fort.

Dass dieses Säbelrasseln nun ausgerechnet von Münster, der Stadt des Westfälischen Friedens von 1648, ertönen soll, irritiert uns. Der Westfälische Frieden lehrt uns, dass manchmal schwierige und langwierige Verhandlungen nötig sind, um Konflikte zu lösen und Gewalt zu beenden. Drohgebärden aber zerstören das Vertrauen, das für eine solche politische Konfliktlösung gebraucht wird.“


Ausdruck vom: 01.10.2020, 03:29:30 Uhr
Beitrags-URL: https://www.hubertus-zdebel.de/nato-speerspitze-ost-in-muenster-muensterlaender-linke-abgeordnete-besorgt/
© 2020 Hubertus Zdebel, MdB