Bundeswehr an Münsters Schulen – Zdebel fordert friedenspolitsche Haltelinien für die Stadt

17. Juni 2016  Allgemein, NRW, Pressemitteilungen

Mit deutlicher Kritik reagiert der Münsteraner Bundestagstagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) auf die Pläne der Bundeswehr, am 27.Juni  sogenannte Karriereberater in das Gymnasium Wolbeck zu entsenden. Zdebel erklärt:

„Eine Grenze ist überschritten: Hier werden in Münster Minderjährige als Kanonenfutter für den Kriegsdienst geworben. Die Ausbildung zum Töten sowie der Bundeswehr-Einsatz im Ausland wird von diesen Bundeswehr-PR-Mitarbeitern als harmlos verkauft. Mittlerweile lässt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen pro Tag fast 100.000 Euro ausgeben, um für die Bundeswehr zu werben. Gezielt werden dabei nicht nur junge Erwachsene, sondern auch Minderjährige angesprochen.

So soll auch darüber hinweggetäuscht werden, dass es die Bevölkerung ist, die mit ihren Steuern den milliardenschweren Aufrüstungskurs der Verteidigungsministerin bezahlt. Das Geld fehlt in den Kommunen – auch in Münster. Es fehlt in den Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten, in Bibliotheken und Schwimmbädern  in unserer Stadt.

Leider haben die anderen Parteien in Münster immer wieder weg geschaut, wenn es darum ging, gegen Bundeswehr-Auftritte in Münster Stellung zu beziehen. Ich fordere friedenspolitische Haltelinien für die Stadt Münster. Insbesondere Bundeswehr-Auftritte in Münsters Klassenzimmern sollten im Jahr 2016 eigentlich der Vergangenheit angehören.“


Ausdruck vom: 27.11.2020, 05:53:52 Uhr
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