Zdebel befürchtet weitere Verzögerungen beim Bahnstreckenausbau Münster-Lünen

„Die Antworten sind nicht befriedigend“, kommentiert der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) die Antworten der Bundesregierung auf seine Frage, wann mit der Umsetzung des Teilausbaus der Bahnstrecke zwischen Münster und Lünen begonnen wird. Die Bundesregierung vermeidet, in ihrer Antwort einen konkreten Zeitrahmen zu nennen, und verweist auf „noch laufende Untersuchungen“ zum sogenannten „Deutschland-Takt“.

Für Zdebel ein Alarmsignal: „Das erinnert mich stark an die vergangenen Jahre, als der Ausbau trotz Ankündigungen und Wahlkampfversprechen immer wieder nach hinten verschoben wurde. Untersuchungen zum geplanten Deutschlandtakt können sinnvoll sein aber ich sehe nicht ein, warum es der Bundesregierung nicht trotzdem möglich sein sollte, zumindest einen groben Zeitplan für den Beginn der Umsetzung vorzulegen.“

Zdebel sieht vor allem in der Priorisierung des Straßenbaus durch die jetzige Bundesregierung ein Hindernis für den schnellen Teilausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen: „Zwar ist die Strecke jetzt im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aber bis 2022 sollen die Investitionen beim Schienenverkehr sinken während die Investitionen beim Straßenbau ansteigen. Mit dieser Haushaltsplanung, wenn also nicht wesentlich mehr Geld für die Schiene insgesamt zur Verfügung gestellt wird, würde es etwa bis zum Jahr 2060 dauern, alle Bahnmaßnahmen im Bundesverkehrswegeplan zu finanzieren. Das ist keine Perspektive, da muss schneller etwas zwischen Münster und Lünen passieren“, so Zdebel abschließend.


Ausdruck vom: 15.07.2019, 20:09:43 Uhr
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