RAG will kündigen – Zdebel (DIE LINKE): Damit kein Kohlekumpel entlassen wird, muss die Landesregierung intervenieren!

Der NRW-Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) reagiert empört auf die Ankündigung der Ruhrkohle AG (RAG), erstmals in ihrer Geschichte 200 Bergleuten betriebsbedingt kündigen zu wollen:

„Das ist ein heftiger Tabubruch der RAG, der auf keinen Fall akzeptiert werden darf. Die eherne Devise ‚Kein Bergmann fällt ins Bergfreie‘ scheint für den Konzern plötzlich nicht mehr zu gelten. Es stimmt zwar, dass nach der abgeschlossenen Beendigung der Steinkohleförderung 2018 die anfallende Arbeit nochmal weniger geworden ist. Aber anstatt die Kumpel nun einfach abzuservieren, muss die RAG gute Alternativen anbieten, die für die Arbeiter akzeptabel sind. Ich finde es absolut richtig, dass die betroffenen Arbeiter sich nicht alles gefallen lassen wollen und Ansprüche formulieren.

Es ist völlig unverständlich, wieso nach 50 Jahren Bergbaukonsolidierung auf den letzten Metern keine sozialverträgliche Lösung mehr möglich sein soll. Die Landesregierung und Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) müssen intervenieren, um die versprochene Sozialverträglichkeit beim Personalabbau zu gewährleisten. Ich erinnere daran, dass Landeswirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) bis vor wenigen Monaten den Braunkohleausstieg blockierte, weil er sich angeblich für die Jobs der Bergleute stark machen wollte. Wenn er seine Glaubwürdigkeit nicht völlig verspielen will, muss er nun aktiv werden für den Erhalt der RAG-Arbeitsplätze.

Damit sich solche miesen Vorgänge beim anstehenden Braunkohleausstieg nicht wiederholen, werde ich mich in Berlin dafür einsetzen, dass die Bundesregierung eine klipp und klare, d.h. rechtlich verbindliche Beschäftigungsgarantie mit RWE und Co. vereinbart. DIE LINKE kämpft dafür, dass kein Kumpel entlassen wird.“


Ausdruck vom: 18.10.2019, 08:00:49 Uhr
Beitrags-URL: http://www.hubertus-zdebel.de/rag-will-kuendigen-zdebel-die-linke-damit-kein-kohlekumpel-entlassen-wird-muss-die-landesregierung-intervenieren/
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