NRW und Bundesumweltministerium müssen Atommüll-Exporte von URENCO stoppen

28. Oktober 2019  Atomenergie, NRW, Pressemitteilungen

Anlässlich des heutigen Atommülltransports aus der Uranfabrik in Gronau nach Russland fordert der aus Münster stammende Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE): „Die Atommüllschiebereien der URENCO von Gronau nach Russland sind unverantwortlich und es ist skandalös, dass die Bundesregierung und die Landesregierung in NRW einfach nur tatenlos zusehen. Wir brauchen endlich ein umfassendes Uran-Export-Verbot und die Uranfabriken in Gronau und in Lingen müssen endlich in den Atomausstieg einbezogen und stillgelegt werden.“

Im Frühjahr hatte die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD gemeinsam mit der FDP und der AfD einen entsprechenden Antrag für die Stilllegung der Uranfabriken von Zdebel und der Fraktion DIE LINKE im Bundestag abgelehnt. Beide Uranfabriken verfügen trotz Atomausstieg in Deutschland weiterhin über unbefristete Betriebsgenehmigungen.

Insgesamt 12.000 Tonnen derartiger radioaktiver Uran-Reststoffe schickt URENCO zur vermeintlichen Wiederanreicherung nach Russland. Tatsächlich bleibt der größte Teil der Menge aber dort als Atommüll zurück. Eine Anfrage des Abgeordneten Zdebel an die Bundesregierung hatte letzte Woche bekannt gemacht, dass URENCO wie schon vor rund 10 Jahren wieder Atommüll-Exporte nach Russland durchführt.


Ausdruck vom: 17.11.2019, 10:33:51 Uhr
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© 2019 Hubertus Zdebel, MdB