Nach Merkel Rückzug: Zdebel warnt vor Kandidaten des großen Geldes

„Nicht überraschend“, kommentiert der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) die Ankündigung der Bundeskanzlerin, auf den CDU-Parteivorsitz sowie auf eine erneute Kanzlerkandidatur zu verzichten. Gleichzeitig warnt Zdebel vor ihren möglichen Nachfolgern Friedrich Merz und Jens Spahn, die sich jetzt um den CDU Vorsitz bewerben. Beide – so Zdebel – sind „Kandidaten des großen Geldes“.

„Friedrich Merz ist ein Neoliberaler der alten Schule. Er war Architekt der sogenannten Bierdeckel-Steuerreform, was nichts anderes war als ein Entlastungsprogramm für Reiche und Superreiche. Als Aufsichtsratsvorsitzender beim deutschen Ableger des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock weiß er genau, was die Finanzmärkte wollen“, so Zdebel. „Außerdem zählt Merz zu den sogenannten Transatlantikern, die kein Interesse an einer Entspannugspolitik mit Russland haben.“ Zu Jens Spahn erklärt Zdebel: „Mit Jens Spahn tritt zusätzlich ein Gesundheitspolitiker an, der eng verbandelt ist mit dem Verband der privaten Krankenversicherungen. Mit ihm ist ein Ende der Zweiklassenmedizin nicht möglich.“

Aus Sicht der LINKEN ist die Große Koalition ein Hindernis für die dringend benötigte sozial-ökologische Wende. „Nur wer den Mut hat, sich mit den Reichen und Mächtigen anzulegen, wird soziale und ökologische Fortschritte erzielen. Die Große Koalition ist dazu nicht bereit.“, so Zdebel abschließend.


Ausdruck vom: 20.11.2018, 05:57:22 Uhr
Beitrags-URL: http://www.hubertus-zdebel.de/nach-merkel-rueckzug-zdebel-warnt-vor-kandidaten-des-grossen-geldes/
© 2018 Hubertus Zdebel, MdB