Münsteraner NATO-Eingreiftruppe: Zdebel lehnt militärische Eskalation mit Russland ab

16. November 2014  Pressemitteilungen

Mit scharfer Kritik reagiert der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) auf die jüngst öffentlich gewordenen Pläne der NATO, von Münster aus eine mobile NATO Eingreiftruppe mit Schwerpunkt Osteuropa zu installieren.Die NATO-Eingreiftruppe soll nach übereinstimmenden Medienberichten vor allem dazu genutzt werden, militärische Stärke gegenüber Russland zu demonstrieren und im Kriegsfall als `Speerspitze‘ zu fungieren.

Zdebel erklärt:

„Nach Medienberichten soll Deutschland mehrere Tausend Soldaten für diese Eingreiftruppe stellen. Die Kommando-Hoheit liegt beim Deutsch-Niederländischen Korps in Münster. Ich halte die aktuelle Eskalationsstrategie gegenüber Russland für grundfalsch. Deshalb hat die Fraktion DIE LINKE in der vergangenen Woche einen Antrag auf Beendigung der Sanktionen gegen Russland eingebracht. Die Sanktionen bedeuten einen Rückfall in den Kalten Krieg. Wir brauchen kein militärisches Säbelrasseln, sondern Abrüstung und Dialog mit Russland.

Ich fordere den Oberbürgermeister und die anderen Parteien auf, sich dafür einzusetzen, dass von Münster aus keine militärische Eskalation ausgeht. Die Bezeichnung von Münster als Friedensstadt könnte man sich sonst bald ganz sparen, das wäre dann zumindest ehrlich.“


Ausdruck vom: 19.07.2019, 01:23:43 Uhr
Beitrags-URL: http://www.hubertus-zdebel.de/muensteraner-nato-eingreiftruppe-zdebel-lehnt-militaerische-eskalation-mit-russland-ab/
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