„Kein Werben fürs Sterben“: Zdebel kritisiert Bundeswehr-Auftritt auf dem Münsteraner Stadtfest

05. Juni 2018  NRW, Pressemitteilungen

Trotz massiver Kritik in den vergangenen Jahren halten die Organisatoren des Münsteraner Stadtfest (vom 17. bis 19.August) offenbar an der Teilnahme der Bundeswehr fest. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung aus einer schriftlichen Anfrage des Münsteraner Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel (DIE LINKE)  hervor. Für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wird die Bundeswehrpräsenz
auf dem Stadtfest rund 27.000 Euro kosten.

Zdebel kommentiert: „Hier wird Steuergeld für Militär- und Kriegswerbung verschleudert. Zugleich wird der Ruf von Münster als Friedensstadt mit dem martialischen Werbeauftreten der Bundeswehr-Offiziere auf dem Stadtfest noch weiter beschädigt.“  Die Bundesregierung gibt in ihrer Antwort offen zu, dass es der Bundeswehr darum geht, die Festbesucherinnen und -besucher für den Kriegsdienst zu rekrutieren.
In der Antwort ist von der Organisierung von „Personalgewinnung“ die Rede. Zdebel dazu: „Die Bundeswehr versucht immer aggresiver, junge Leute für ihre Interventionskriege zu gewinnen. Wir sagen: Kein Werben fürs Sterben. Ich erwarte, dass sich Oberbürgermeister Lewe  als Mitglied von ‚Mayors for Peace‘ öffentlich gegen die Teilnahme der Bundeswehr auf dem Stadtfest ausspricht.

Die Antworten der Bundesregierung auf die schriftlichen Fragen sind hier abrufbar.


Ausdruck vom: 11.12.2018, 16:45:14 Uhr
Beitrags-URL: http://www.hubertus-zdebel.de/kein-werben-fuers-sterben-zdebel-kritisiert-bundeswehr-auftritt-auf-dem-muensteraner-stadtfest/
© 2018 Hubertus Zdebel, MdB