Besorgniserregende Zunahme an Blutkrebserkrankten: LINKE fragt nach Zusammenhang mit Gasförderung und Fracking

26. Juni 2015  No-Fracking, Pressemitteilungen

IMAG0058„DIE LINKE wird in der Fragestunde im Bundestag am kommenden Mittwoch die Bundesregierung befragen, ob sie einen Zusammenhang zwischen Fracking-Aktivitäten der Öl- und Gasindustrie und zunehmenden Krebsneuerkrankungen in Fracking-Regionen sieht und welche Konsequenzen sie daraus zieht“, erklärt Hubertus Zdebel, Mitglied des Bundestages der Partei DIE LINKE und Obmann im Bundesausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.  „Das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen veröffentlichte am Montag eine Studie, die zeigt, dass in Rotenburg an der Wümme (Niedersachsen) die Zahl der an Blutkrebs erkrankten Männer zwischen 60 und 74 Jahren um den Faktor 2,5 größer ist als in vergleichbaren Regionen. Das ist sehr besorgniserregend. In der Umgebung von Rotenburg und Bothel werden schon lange Bohrungen zur Gewinnung von Erdgas durchgeführt.“

Zdebel weiter: „Wir wollen von der Bundesregierung ebenso wissen, ob sie erstmal weitere Ergebnisse der Ursachenerkundung von erhöhten Leukämie- und Lymphom-Werten in Fracking-Regionen abwarten wird, bevor das Fracking-Erlaubnisgesetz zur Abstimmung kommt. Nach jetzigem Stand steht diese Abstimmung am Freitag der nächsten Woche auf der Tagesordnung. Durch dieses Gesetz würde aus 75% der Gesamtfläche Deutschlands Fracking erlaubt sein. Angesichts der möglichen gesundheitlichen Gefahren für die Menschen vor Ort ist das verantwortungslos. DIE LINKE setzt sich weiterhin für ein Fracking-Verbot ohne Ausnahmen ein!“


Ausdruck vom: 21.10.2017, 10:26:34 Uhr
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